Sumbel (Wikingerrunde)
Nordisches Ritual: Das Horn geht reihum, jeder trinkt auf einen Namen.
Einfach
Spielregeln
Herkunft: Das Sumbel (altnordisch sumbl, altenglisch symbel) ist eine rituelle Trinkrunde der germanischen Welt. Beowulf beschreibt sie in der Methalle, in den isländischen Sagas wird beim Sumbel geprahlt und geschworen. Getrunken wurde reihum aus einem Horn, das die Hausherrin herumreichte.
Vorbereitung: Ein einziges großes Gefäß für die ganze Runde, alle sitzen im Kreis. Ein Vorsitzender ruft die Runden aus.
Die drei Runden:
- Den Göttern oder dem Schicksal: jeder nennt eine Macht, die ihm etwas gegeben hat
- Den Ahnen: jeder nennt einen Menschen, der nicht mehr da ist
- Dem Prahlen und Schwören: jeder sagt, was er im nächsten Jahr schaffen wird
Ablauf:
- Wer das Horn hält, hat als Einziger das Wort
- Nach dem Spruch wird getrunken und weitergereicht
- Wer dazwischenredet, trinkt sofort und darf in dieser Runde nichts mehr sagen
Ernst: Ein Schwur beim Sumbel galt als bindend. Wer heute prahlt, wird beim nächsten Treffen daran erinnert.